HÄufig gestellte Fragen zu Wirbelkörperfrakturen>>>
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Was ist eine Wirbelkörperfraktur?
Vergleichen Sie Ihre Wirbelsäule mit einem Hochhaus, wobei die einzelnen Wirbelkörper die Stockwerke darstellen. Verschiedene Faktoren können dafür verantwortlich sein, dass das Stützkonstrukt eines oder mehrerer Wirbelkörper nachlässt oder bricht. Als Folge davon fällt zunächst ein Stockwerk ein, was zu einer Schieflage und Instabilität des Hochhauses führt. Unbehandelt kann dies zu weiteren „Einstürzen“ führen, die am Ende eine Verformung der Wirbelsäule zur Folge haben. In den allermeisten Fällen kommt es bei einer Wirbelkörperkompressionsfraktur nicht zu einer Verletzung des Rückenmarks und der abgehenden Nervenstränge.
Wodurch wird eine Wirbelkörperfraktur verursacht?
Die Wirbelsäule ist darauf ausgerichtet, ein gewisses Maß an Erschütterung durch ihre Form auszugleichen. Kann sie dies nicht mehr (Sturz, mechanische Einwirkung) kommt es zu einem Stauchungsbruch. Bei einer starken Reduzierung der Knochensubstanz, z. B. durch Osteoporose, kann es selbst ohne oder mit nur geringer Krafteinwirkung zu einer Spontanfraktur/pathologische Fraktur kommen. Ist die Knochensubstanz durch Krebs/Tumore angegriffen, spricht man von einem Sinterbruch.
Welche Symptome deuten auf eine Wirbelkörperfraktur?
Die meisten Wirbelkörperfrakturen entstehen im Laufe der Zeit und können auf keine spezifische Verletzung zurückgeführt werden. Manchmal reicht schon ein falsches Bücken oder Drehen. Der erste, stechende Schmerz kann auch wieder verschwinden, weshalb Wirbelkörperfrakturen leicht mit anderen Rückenproblemen verwechselt werden. Dies ist häufig auch der Grund, warum keine korrekte Diagnose gestellt bzw. Behandlung eingeleitet wird. Erschwerend hinzu kommt, dass das Röntgenbild trotz Schmerzen häufig erst nach Wochen eine Fraktur zeigt. Gegebenenfalls sollte der Betroffene sich daher nicht scheuen auf eine zweite Röntgenaufnahme bzw. eine MRT-Untersuchung zu bestehen. Symptome wie chronische Schmerzen an einer bestimmten Stelle, (besonders bei dem Versuch einer Aufrichtung) in Verbindung mit Empfindungsstörungen an den Extremitäten, sowie einer organischen Beeinträchtigung z.B. der Lungenfunktion, können Anzeichen eines Wirbelkörperbruchs sein.
Wie viele Menschen leiden an Wirbelkörperfrakturen?
1998 wurden innerhalb der EU 4,1 Mio. Wirbelkörperfrakturen diagnostiziert. Tendenz steigend! Betroffen waren 2,2 Mio. Frauen und 1,9 Mio. Männer. Allein in Deutschland kommen in der weiblichen Bevölkerungsgruppe täglich geschätzte 204 neue Wirbelbrüche dazu.
Wie kann mir eine Systemplastie helfen?
Die Systemplastie ist eine schonende, minimal-invasive Behandlungsmethode zur Therapie von schmerzhaften Wirbelkörperkompressionsfrakturen. Der beschädigte Wirbelkörper wird in einem schonenden Verfahren mit Hilfe eines Spezialzements wieder aufgefüllt, also stabilisiert und in einigen Fällen sogar wieder aufgerichtet. Bereits kurze Zeit nach dem Eingriff sind die Patienten in vielen Fällen schmerzfrei. Bitte beachten Sie, dass die Systemplastie nicht bei allen Wirbelbrüchen angezeigt ist. Einzig Ihr Arzt kann bestimmen, ob diese Behandlungsform für Sie geeignet ist.
Bieten auch andere Unternehmen die Systemplastie an?
DePuy (ein Unternehmen der Johnson & Johnson-Gruppe) ist das einzige Unternehmen, das sowohl die Originalprodukte anbietet, als auch wissenschaftliche Schulungen und Weiterbildungen für Ärzte zur Anwendung der Systemplastie mit dem Original CONFIDENCE SPINAL CEMENT SYSTEMTM durchführt. In klinischen Studien wurde bewiesen, dass die Systemplastie ein sicheres, einfaches und sehr schonendes Verfahren zur Behandlung von Wirbelkörperkompressionsfrakturen darstellt.
Kann die Systemplastie Rückenschmerzen lindern?
Patienten berichteten über eine schnelle Schmerzlinderung nach dem minimal-invasiven Eingriff. Aber nur Ihr Arzt kann ermitteln, ob Ihre Rückenschmerzen durch eine Wirbelkörperkompressionsfraktur verursacht sind und ob die Systemplastie eine mögliche Therapielösung für sie bedeutet.
Werde ich durch die Systemplastie wieder eine aufrechtere Haltung bekommen? Kann sie auch Bandscheibenbeschwerden lindern (bruchartig vorgewölbte, degenerative Bandscheiben)? Was ist mit eingeklemmten Nerven, Ischiasbeschwerden und Paralyse?
Die Systemplastie wird nur bei gebrochenen Wirbelkörpern eingesetzt und der Eingriff kann zu einer Verbesserung der Haltung beitragen. Weiches Gewebe, entzündete oder eingeklemmte Nerven und Bandscheidenvorfälle werden mit diesem Verfahren nicht behandelt!
Kann ich bei jedem Arzt eine Systemplastie vornehmen lassen?
Ausschließlich sachverständig auf Systemplastie geschulte Ärzte wenden dieses Verfahren an. Weiterbildungsmaßnahmen werden direkt von DePuy zusammen mit Ärzten, die eine langjährige Erfahrung in der Systemplastie haben, durchgeführt. Sollte Ihr Arzt nicht über die Voraussetzungen verfügen, wird er Sie an einen entsprechenden Kollegen verweisen.
Welche Arztgruppen werden in der Systemplastie geschult?
Orthopädische Chirurgen, Unfallchirurgen, Wirbelsäulenchirurgen, Neurochirurgen und interventionelle Radiologen, die sich auf die Behandlung der Wirbelsäule spezialisiert haben. Ärzte, die Osteoporose-Patienten behandeln (praktische Ärzte, Rheumatologen, Endokrinologen, Physiotherapeuten und Geriatriker) können ihre Patienten mit schmerzenden Wirbelkörperkompressionsfrakturen an einen geschulten Chirurgen oder einen Spezialisten für Systemplastie verweisen. Nach dem Eingriff werden die Patienten wieder zu dem behandelnden Arzt für Osteoporose verwiesen, damit dieser die weitere, medikamentöse Behandlung und Rehabilitationsmaßnahmen veranlasst.
Ist die Systemplastie experimentell?
Nein! Die Systemplastie wird weltweit seit 2008 durchgeführt. Alle Produkte von DePuy haben eine CE-Kennzeichnung und sind für den Einsatz in Deutschland und den meisten europäischen Ländern zugelassen. Ferner sind die DePuy-Produkte in den USA von der FDA zugelassen.
Ist die Systemplastie ein risikoreiches Verfahren?
Jeder medizinische und chirurgische Eingriff birgt Risiken und Vorteile. Nur Sie und Ihr Arzt können entscheiden, ob der mögliche Nutzen dieses Eingriffs die potenziellen Risiken im Einzelfall aufwiegt.
Werde ich nach dem Eingriff Schmerzen haben?
Das Schmerzempfinden ist individuell verschieden, doch die meisten Patienten verspürten nach der Systemplastie eine sofortige Schmerzlinderung. Darüber hinaus ist die Technik minimal-invasiv und erfordert lediglich einen ca. 0,5 cm langen Einschnitt. Normalerweise treten nach dem Eingriff nur minimale Beschwerden auf.
Wie lange dauert der Eingriff?
Durchschnittlich dauert der Eingriff 10 -15 Minuten pro Wirbelkörper. Die Operationszeit kann im Einzelfall aber variieren. Wenn Sie sich einer Systemplastie unterziehen wollen, kann Ihr Arzt einschätzen, wie lange der Eingriff in Ihrem Fall dauern wird.
Welche Narkosemittel werden bei dem Eingriff verwendet?
Die Systemplastie kann sowohl in Vollnarkose, wie auch in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Welches für Sie die optimale Narkoseform ist, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen.
Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt bei einem Systemplastie-Eingriff?
Erfahrungsberichte zeigen, dass sich der Krankenhausaufenthalt bei einer Systemplastie deutlich verkürzt. Die Länge Ihres Krankenhausaufenthaltes hängt jedoch hauptsächlich von den möglichen Nebendiagnosen und der Ursache der Fraktur ab. Wenn Sie sich einem Systemplastie-Eingriff unterziehen wollen, wird Ihr Arzt festlegen, wie lange Sie zur Beobachtung in der Klinik bleiben sollten.
Werde ich nach dem Systemplastie-Eingriff die Medikamente gegen Rückenschmerzen absetzen können?
Über die für Sie erforderliche Medikation vor und nach einem Eingriff kann nur Ihr Arzt entscheiden. Die Ärzte berichten allerdings, dass die meisten Patienten, die Analgetika gegen Rückenschmerzen genommen haben, sofort nach dem Eingriff auf rezeptfreie Alternativen umsteigen konnten.